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Ersatz von geschädigtem Holzfachwerk durch Stahlbeton oder Stahl-Leichtbeton

In alten kirchlichen oder profanen Bauten des mitteldeutschen Raumes stößt man immer wieder auf Fachwerkkonstruktionen, die auf der Außenseite eine Vormauerung besitzen oder sogar beidseitig eingemauert sind.

Nicht selten sind die Fachwerkhölzer durch Feuchtigkeit, die im Mauerwerk diffundierte oder über kapillare Prozesse transportiert wurde, erheblich geschädigt bzw. völlig zerstört. Der Austausch von zerstörten Konstruktionsteilen gegen neue aus Holz ist aus folgenden Gründen sehr problematisch:

    • Der Form- und Kraftschluss zwischen Fachwerk und Ausmauerung ist schwierig
      herzustellen, da sowohl das Holz als auch ein manuell eingebrachter Fugenmörtel
      im Laufe der Zeit schwinden.
    • Das Mauerwerk ist aufgrund der fortgeschrittenen Holzschädigung mit Sporen und Myzel von Pilzen bis hin zum Echten Hausschwamm kontaminiert. Neues Holz ist zumindest an drei Seiten nicht belüftet und damit auch bei sorgfältiger Imprägnierung vom Befall durch die pflanzlichen Holzschädlinge bedroht.
Die Bennert Gruppe

Eine Alternative stellt der Ersatz des Holzfachwerkes durch ein Stahlbetonfachwerk dar. Hierzu wird das zerstörte Holz abschnittsweise entfernt - bei allseitig ummauertem Fachwerk eventuell nach Freischneiden der Innenseite mittels Diamantsägeblatt. In die entstehenden Hohlräume wird eine Bewehrung eingebracht, anschließend werden sie im Hochdruckspritzverfahren mit einem auf das Mauerwerk abgestimmten Mörtel geschlossen.

Der durch Hochdruckspritzen eingebrachte Mörtel trifft mit hoher Geschwindigkeit auf die Unterlage auf und wird bei diesem Aufprall soweit verdichtet, dass ein Schwinden praktisch nicht mehr feststellbar ist.

 

Die Bennert Gruppe
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An gesunde Hölzer kann das neue Fachwerk, das natürlich gegenüber Holzschädlingen völlig unempfindlich ist, mittels Glasfaser-Kunststoffstäben oder Stahlsonderteilen angeschlossen werden.

In gleicher Weise ist ein Anschluss an die Sparren oder Deckenbalken einer Dachkonstruktion möglich.

Falls die Masse des neuen Fachwerks aus statischen Gründen möglichst gering gehalten werden soll, lässt sich die Dichte des Spritzmörtels durch Leichtzuschlagstoffe wie LIAPOR verringern.

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Durch die Möglichkeit der Bearbeitung des geschädigten Bauteils nach dem beschriebenen Verfahren in kleineren Abschnitten kann auch eine Sanierung von einsturzgefährdeten Partien erfolgen. Es lassen sich auf diese Weise Außenfassaden authentisch erhalten, die sonst abgerissen werden müssten.