Ersatz von geschädigtem Holzfachwerk durch Stahlbeton oder Stahl-Leichtbeton |
|
In alten kirchlichen oder profanen Bauten des mitteldeutschen Raumes stößt man immer wieder auf Fachwerkkonstruktionen, die auf der Außenseite eine Vormauerung besitzen oder sogar beidseitig eingemauert sind. Nicht selten sind die Fachwerkhölzer durch Feuchtigkeit, die im Mauerwerk diffundierte oder über kapillare Prozesse transportiert wurde, erheblich geschädigt bzw. völlig zerstört. Der Austausch von zerstörten Konstruktionsteilen gegen neue aus Holz ist aus folgenden Gründen sehr problematisch: |
|
|
|
Eine Alternative stellt der Ersatz des Holzfachwerkes durch ein Stahlbetonfachwerk dar. Hierzu wird das zerstörte Holz abschnittsweise entfernt - bei allseitig ummauertem Fachwerk eventuell nach Freischneiden der Innenseite mittels Diamantsägeblatt. In die entstehenden Hohlräume wird eine Bewehrung eingebracht, anschließend werden sie im Hochdruckspritzverfahren mit einem auf das Mauerwerk abgestimmten Mörtel geschlossen. Der durch Hochdruckspritzen eingebrachte Mörtel trifft mit hoher Geschwindigkeit auf die Unterlage auf und wird bei diesem Aufprall soweit verdichtet, dass ein Schwinden praktisch nicht mehr feststellbar ist.
|
|
|
|
|
|
|
|
| Durch die Möglichkeit der Bearbeitung des geschädigten Bauteils nach dem beschriebenen Verfahren in kleineren Abschnitten kann auch eine Sanierung von einsturzgefährdeten Partien erfolgen. Es lassen sich auf diese Weise Außenfassaden authentisch erhalten, die sonst abgerissen werden müssten. |
|
|