© 2010 Bennert-Gruppe
|
|
|
deutschenglish

Mittelstand dient Land

Thüringische Landeszeitung, 24.04.2007 Die Bennert Gruppe

Weimar. (tlz/sb) "Es sind die mittleren und kleinen Unternehmen, die einem Land am meisten dienen", hatte Claus Hipp, Geschäftsführer des gleichnamigen Unternehmens und gestern auch Festredner bei der Verleihung der Weimarer Wirtschaftspreise, antizipiert, weswegen in die Weimarhalle eingeladen worden war: zur biennalen Ehrung besonderer Mittelständler der Region. 26 Vorschläge hatten der Jury aus Vertretern der Preisstifter, IHK und Kreishandwerkerschaft, TA und TLZ vorgelegen. Je zwei aus Weimar und dem Kreis sind die neuen Preisträger.

Seit 16 Jahren in Weimar ansässig, mit Projektstandorten in fünf weiteren Bundesländern, in Tschechien, der Slowakei, Polen, Bulgarien und Estland ist ein Unternehmen, das in Weimar das Beste machte aus dem sogenannten Mehrzweckgebäude und damit über 300 Jobs begründete. Eigentlich hätten Josef und Angelika Saller längst mit einem Wirtschaftspreis ausgezeichnet sein müssen. Oberbürgermeister Stefan Wolf als Laudator lobte soziale Engagement der Gruppe, vor allem aber des Ehepaares Saller, das u. a. eine Stiftung für Jung und Alt gründete. An Angelika und Josef Saller ist der Preis der Sparkasse und der VR Bank für erfolgreiche unternehmerische Tätigkeit verliehen worden.

Für jenes Unternehmen, das Sparkassenchef Dieter Bauhaus als Laudator würdigte, gelte, dass ihm kein Denkmal gesetzt werden müsse, denn: "Seine Mitarbeiter setzen sich an bedeutenden Denkmalen in ganz Deutschland selbst das nachhaltigste Denkmal." Professor Wulf Bennert nahm den Preis für innovative Produkte und Technologien (Stifter: Wirtschaftsförder-Vereinigung Apolda) entgegen. Zu Bennerts Innovationen gehören selbstentwickelte Zugangstechniken, die seinen Auftraggebern, wie etwa der Stadt Weimar, nicht selten viel Geld ersparen. Wulf Bennert nutzte die Preisverleihung, um eben der Weimarer Stadtverwaltung eine Bitte anzutragen: Als erfolgreicher Baubetrieb bürgt das Unternehmen derzeit für acht Millionen Euro. Eine Richtlinie des Wirtschaftsministeriums empfiehlt, bei Auftragnehmern, mit denen langjährig gute Erfahrungen gemacht wurden, auf weitere Bürgschaften zu verzichten. Bennert hat dazu ein Garantiemodell entwickelt, auf das sich Städte wie Erfurt und Regensburg und die LEG Thüringen gern eingelassen haben - nur die Stadt Weimar nicht. Er warb daher um die Akzetanz seines Modells, das Arbeitsplätze sichern helfe und "tüchtige Betriebe" besser stelle, auch in Weimar.

Vor Ort geblieben und mit der Region aufs symbiotischste verbunden zu sein, zeichnet die Vereinsbrauerei Apolda aus. In der Nachwendezeit sei sie als Unternehmen in Erscheinung getreten, das ein über die Stadtgrenzen Apoldas hinaus bekanntes und begehrtes Bier unbeirrt weiterproduziert habe, pries der Landrat. Dass sie jährlich solide ihre Produktion erhöhte und die Qualität verbesserte, erlaubt es der Brauerei, umfangreich karitativ in Erscheinung zu treten: So organisiere und finanziere sie Stadtfeste und die Apoldaer Montgolfiade, spende "nicht unerheblich" an die Tafel, arbeite eng mit dem Lebenshilfewerk zusammen, fördere die Apolda Avantgarde und den Design Award und unterstütze direkt 250 Vereine im Weimarer Land und in Weimar. "Damit hat die Jury in der Kategorie kommunales Engagement einen Volltreffer gelandet", sagte Hans-Helmut Münchberg und überreichte den Preis der Stadt Weimar an Brauereigeschäftsführer Detlef Projahn.

Als erfolgreicher Existenzgründerin galt Sabine Zotzmann der letzte der vier Preise: Die Inhaberin der Weimarer Kaffeerösterei wurde für ihre gelungene Kombination von Geschäftsfeldern (Konditorei, Rösterei, Geschenkeboutique) ausgezeichnet, sagte Laudator Albert Fernkorn, der ihre einfallsreiche Martlückenschließung mit dem Preis der Wirtschaftsfördervereinigung Weimar krönte.


[Thüringische Landeszeitung, 24.04.2007]